20. Februar 2025

Ich habe mir ein Teleskop bestellt. Es handelt sich dabei um ein 8-Zoll Dobson Spiegelteleskop. Da ich mich immer mal wieder phasenweise für Astronomie begeistern konnte, stand diese Anschaffung in der Vergangenheit des Öfteren zur Debatte. Ich habe dann in Astronomie-Foren recherchiert und wurde am Ende dieser Recherchen aber vom hohen Anschaffungspreis der zur empfehlenden Ausrüstung abgeschreckt.

Der allgemeinen Hysterie um das Saturn-Phänomen und dem unbändigen Verlangen, selbst einen Blick darauf werfen zu wollen, musste ich nun aber nachgeben. Übermorgen kommt es laut Sendungsverfolgung an. Ich lasse es mir in die Firma liefern und mich abends von Sabine abholen. Ich kann kaum erwarten, es aufzubauen und auszuprobieren. Hoffentlich spielt das Wetter mit!

Es gibt scheinbar noch immer keine neuen Erkenntnisse zu dem Saturn-Ding, aber wen wundert es? Hier und da gibt es ja auch noch ein wenig normales Leben zu leben. Elon Musk, der CEO von SpaceX möchte sein Starship derart weiterentwickeln, dass es nicht wie ursprünglich geplant, bis zum Mars, sondern bis zum Saturn reisen kann. Keine Ahnung, ob das nur Gerede ist. Die Voyager Sonden, die 1977 gestartet sind, brauchten etwas mehr als drei Jahre, um dort hin zu kommen. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie eine solch lange Reise auf Menschen an Bord eines kompakten Raumschiffes wirken muss. Man weiß ja auch gar nicht, ob das Saturn-Phänomen dann überhaupt noch existiert und ob es die Reise wirklich wert ist.

Auf der Arbeit tut sich so manches. Gerade in den Mittagspausen! Hans ist von seiner Schwarzes-Loch-Theorie abgerückt. Seine Erklärung dafür war allerdings ziemlich schlüssig, das muss ich ihm lassen. Ein schwarzes Loch, dass sich so nah an Saturn aufhält, müsste längst Auswirkungen auf diesen Planeten oder einen seiner Monde zeigen. Bisher ist davon nichts zu sehen und die großen Institute und Behörden hüllen sich nach wie vor in Schweigen. Ich nehme mir vor, die Situation selbst – sofern möglich – zu beobachten.

Auf reddit bilden sich Gruppen, die durch Astrofotografie eine lückenlose Überwachung des Objektes erreichen wollen. Nicht, dass man dazu Hobbyisten benötigen würde – die mangelnde Kommunikation der Experten treibt sie aber regelrecht dazu, selbst Initiative zu ergreifen. Ich finde das ziemlich spannend und auch schön, Menschen so vereint zu erleben. Das letzte Mal, dass man das Gefühl haben konnte, der Argwohn untereinander nähme ein wenig ab, war als Nintendo Pokémon Go veröffentlichte und sich Millionen von Fans in abendlichen Zusammenkünften gemeinsam auf die Jagd nach virtuellen Haustiermonstern machten.

Begleitende Informationen

Dobson Teleskop

Als Dobson-Teleskop bezeichnet man ein Gerät für astronomische Beobachtungen, das praktisch nur für Hobbyzwecke benutzt wird. In Fachkreisen wird es auch kurz als „Dobson“ oder „Dob“ bezeichnet (englisch dobsonian telescope). Es wurde von John Dobson Mitte der 1950er Jahre als besonders preisgünstiges Amateurfernrohr entwickelt.